Tag der Ehre 2019

„Ohne Menschen wie Sie und Euch würde unserer Gesellschaft etwas fehlen.“ Duisburgs Bürgermeister Volker Mosblech sprach das aus, was vielen Gästen beim „Tag der Ehre“ durch den Kopf ging, den der TuS Hamborn-Neumühl, einer der führenden Breitensportvereine im Duisburger Norden, jetzt auf den Weg brachte.

Die Idee zu diesem Tag hatte TuS-Vorsitzender Klaus Moeller. „Wir wollten einmal ganz offiziell Danke sagen, und das in einem würdigen Rahmen.“ Rainer Bischoff, Vorsitzender des Stadt-Sportbunds und zugleich sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, legte noch einen drauf: „Das Ehrenamt ist der Kitt der Gesellschaft.“

Viele Vertreter aus dem Verein, aus Politik, Sport und Gesellschaft waren gekommen, um ehrenamtlich engagierten Menschen Dankeschön zu sagen, unter ihnen neben Mosblech und Bischoff auch Bezirksbürgermeister Uwe Heider und der Landtagsabgeordnete Frank Börner. Es traten Ideen zu Tage, wie man nicht nur vom Ehrenamt reden, sondern es auch wirklich stärken könne, etwa durch die Gewährung von Anerkennungszeit auf die Rente.

Sport ist im Verein doch am schönsten

Dann kam man zu den Ehrungen. „Das Sofa war nie mein Ausgleichsobjekt, eher schon die Turnhalle und der Sportplatz“, lacht Helga Brands. Sie weiß, wovon sie spricht. Seit 56 Jahren ist sie Mitglied bei „ihrem“ TuS und hat zudem über ein halbes Jahrhundert verschiedene Funktionen im Vorstand innegehabt, in guten wie in schwierigen Zeiten. Die lange Zeit aktive Frauenturnierin, die bis zu ihrer Knieoperation auch Hallen-Soft-Tennis gespielt hat, hat den Satz „Sport ist im Verein am schönsten“ stets gelebt. Längst sind weitere Generationen ihrer Familie aktiv imn das Vereinsleben eingebunden. So ist ihre Tochter Claudia Schmuck inzwischen Geschäftsführerin des Vereins.

Verständlich, dass Helga Brands schon viele Auszeichnungen und Dankbarkeits-Bekundungen erhalten hat wie etwa die Ehrenmitgliedschaft und die Goldene Ehrennadel mit Brillanten. Jetzt, am Tag der Ehre, wurde ihr eine besondere Ehre zuteil. Ohne, dass sie es vorher geahnt hatte, wurde sie zusätzlich zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Da flossen auch einige Tränen der Rührung und der Dankbarkeit, sowohl bei der Geehrten als auch auch bei den anwesenden Gratulanten.

Man muss halt Prioritäten setzen

Lob und Anerkennung gab es auch für Nicole Kantz, die, obwohl sie kein Vereinsmitglied ist, seit zehn Jahren ehrenamtlich und ohne Honorar die tanzbegeisterten Kinder und Jugendlichen des TuS Neumühl trainiert und betreut. Geehrt wurde auch Peter Ebertowski, der Jugendwart der Handball-Abteilung, der sich seit 1991 im und für den Verein engagiert. Er erhielt die Goldene Vereinsnadel und kam zum Tag der Ehre, obwohl er eigentlich lieber in Köln gewesen wäre, wo die deutsche Handball-Nationalmannschaft ihre Hauptrundensppiele austrägt. Schmunzelnd sagte er: „Man muss halt Prioriätäten setzen.“

Klaus Moeller ist sich sicher, dass der Tag der Ehre auch in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil des familären wie sportlichen Miteianander im Verein gehören wird. SSB-Chef Bischoff: „Sie haben damit ein Zeichen gesetzt.“

Text von Reiner Terhorst • Vielen Dank!

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