Zum Inhalt springen

spin – Interview mit Christian Schmuck

spin - sport interkulturell (Logo)

Drei Fragen an Christian Schmuck

(von Nicolas Richter)

Leiter der Übungsstunden „Spiele spielen“ bei TuS Hamborn-Neumühl

Ihr Kurs „Spiele spielen“ für 7- bis 11-Jährige lief anfangs sehr zäh. Hätten Sie damals gedacht, dass das noch was wird?

Christian Schmuck: Nicht wirklich. In der ersten Zeit habe ich oft gewartet und niemand kam. Einmal war ein einzelnes Kind da, das ich nach Hause schicken musste, und später noch ein anderes, das ich vom Alter her an die jüngere Gruppe verweisen konnte. In der fünften Woche kamen zwei, mit denen habe ich was gemacht. Sie haben in der Schule geworben, und beim nächsten Mal kamen fünf. Mittlerweile bin ich bei 15 Kindern.

Wie sind Sie zu der Rolle als Übungsleiter gekommen?

Christian Schmuck: Ich war früher Leistungsschwimmer und habe da die C-Lizenz, genauso wie im Volleyball. Im Schwimmverein habe ich mal ausgeholfen bei einer Kindergruppe, das hat mir Spaß gemacht. Daran habe ich mich erinnert, als mich meine Mutter ansprach, weil der TuS Trainer suchte. Wobei ich erst mal überlegen musste, was ich mit den Kindern mache. Im April 2014 habe ich an einer Fortbildung von „spin“ teilgenommen, und ich konnte nochmal Material bestellen, seitdem habe ich mehr Auswahl. Die Kinder sind begeistert, wenn wir was Neues machen.

Ihre Gruppen sind kulturell sehr gemischt. Variieren die Bewegungsinteressen nach Herkunft?

Christian Schmuck: Die Interessen nicht. Aber die Vorbildung. Manche Kinder können werfen, rennen, springen, alles top, und bewegen sich ganz frei. Andere sind ungeübt und sprechen erst mal gar nicht. Es gibt da ein Geschwisterpaar, da hat der jüngere Bruder am Anfang immer mit seiner Schwester Türkisch gesprochen und sie hat übersetzt. Irgendwann habe ich gesagt: „Nee, sprich selbst mit mir, das kriegen wir schon hin.“ Mittlerweile kann er ganz gut Deutsch. Und wenn wir mal Schwierigkeiten haben, klären wir das mit Händen und Füßen.

Fotos

(von Stefan Moeller)